Sonntag, 31. Mai 2009

Down Under!

Nach langer Abwesenheit kommt dann doch mal wieder ein Beitrag von meiner Seite *hust*. Wie man sich sicher vorstellen kann, habe ich Hawaii inzwischen verlassen und bin mehr oder weniger gut in Australien gelandet. Nach einem 10-stündigen hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben australischen Boden unter den Füssen. Sehr speziell hat sich das nicht angefühlt. Aber die ersten Andersheiten sind schon sehr bald auf mich zugekommen. Erstens mal, wollte ich bei dem Auto, das mich vom Flughafen zum meiner Hostfamily bringen sollte, auf der falschen Seite einsteigen. Ähm ja... Linksverkehr und so. Fahren ist ohnehin komplett komisch. Alles verkehrt rum. Uah! Ich würde mich hier um keinen Preis hinter ein Steuer setzen. Ich mag mein Leben.

However, der zweite Schock war der Dialekt der Aussies. Uiui. "Hi Mate, ho's going?" Meine Hostfamily war so weit ganz okay. Als ich dort eingetroffen bin, war ein japanisches Ehepaar dort (auf Hochzeitsreise, wie sich rausstellte) und ein Mädchen aus Paris. Das Haus war ganz okay, ein bisschen ab vom Schuss, aber nicht so übel. Wie auch immer, mein Weg bis zur Busstation war zwischen 15 und 20 Minuten. Beim Hinweg ging es hübsch bergab und nachher unhübsch bergauf. Mit dem Bus war es dann ungefähr noch 10 Minuten in die Stadt, bis zum King George Square. Also, alles in allem brauchte ich 40 Minuten bis zur Schule. Eigentlich nicht schlimm, da ich eh erst um 10:30 in der Schule sein musste, aber irgendwie nervte mich der lange Fussweg. Ürks.

Mein erster Ausflug war an einem meiner ersten Tage, noch bevor die Schule überhaupt anfing. Bzw. ich nehme an, das war am Sonntag vor Schulanfang, dass mein Hostfather all seine Students einpackte und nach Surfer's Paradise fuhr. To the beach. Übrigens, um das mal in die Runde zu werfen, der Sand auf (in, an, bei?) australischen Stränden quietscht. Komischerweise.

Sufer's Paradise

Am ersten Schultag ging es erst einmal darum, sich mit Hilfe eines Einstufungtests in den richtigen Kurs zuweisen zu lassen. Glücklicherweise wurde ich zu meinem Proficiency Kurs zugelassen. In ACE (= Australian College of English) haben sich alle Schweizer recht schnell zusammen gefunden und Freundschaft geschlossen. Die Konzentration von Schweizern war auf jeden Fall nicht so hoch wie in Hawaii. ACE besteht zu 97% aus Asiaten (oh... lilly?) , 2% Brasilianer und 1% Europäer, davon hauptsächlich Schweizer oder... Whatever. Franzosen. Scherz. Aber es scheint unendlich viele Asiaten zu geben, in der Schule. (Ooooooh. Aaaaaaah!) Neben den Leuten aus meiner Klasse - Luisa (Brazil), Tati (Brazil), Martina (Italy), Sarah (Suisse), Alemaõ (Alex, Germany), Colin (Schweiz), Me (Schweiz) - war ich vorallem mit Dano (Schweiz), Lena (Schweiz) und Mai (Japan) zusammen.

(Lena, Dano, Remo (other School), Colin, Me)

Neben Schule gibt es natürlich auch gewisse 'Freizeitbeschäftigungen'. Dabei stand hauptsächlich Down Under auf dem Programm, zu Beginn. Down Under ist eine mehr oder weniger typische Aussiebar, altertümlich, sehr gute Musik und billiges Bier. Voila. (btw. für 2 Aus$ kriegt man ein Glass Pineapple Juice :p). Down Under stand jeweils Mittwochs auf dem Programm.. weil. Wet-Shirt-Contest (den ich allerdings noch nie gesehen habe).

Anzac Square, unser Mittagsessenplatz

Weiter im Text. Während Mai in der Stadt, in dem berüchtigten Spring Hill wohnte, waren Lena, Colin, Dano und ich in Hostfamilies untergebracht. Dano war mit seiner Familie mehr als unglücklich, weil der Haushalt sehr unhygienisch war. Lena war mit ihrer (ein bisschen) seltsamen Hostmother zufrieden und Colin beschwerte sich nur über die sushigen Essgewohnheiten seiner japanischen Hostfamily. Und mir ging der lange Weg auf den Geist und meine Hostfamily war ein wenig seltsam. Irgendwie glaube ich, die mochten mich nicht wirklich, weil ich ihnen von meiner tollen Hostfamily in Hawaii erzählt habe. Hm. Und sie waren absolut gleichgültig und sehr gesprächig waren sie eigentlich auch nicht. Deshalb kamen Dano und ich zum Entschluss, Mai in Spring Hill zu joinen (... einzuziehen. Meine Güte, mein Deutsch!) Nach 2-3 Wochen in Australien zügelten wir auch schon. Nachdem wir anfangs geplant hatten, zu zweit in ein Apartment zu ziehen, kam alles anders. Ich wollte mit Mai in ein Apartment ziehen. Mai teilte sich das Apartment mit Chloe, einem französischen Mädchen (Drache..) und ich wollte mit den zweien zusammenziehen. Da die Apartments zwei Schlafzimmer für je zwei Leute hatte, war das perfekt. Ich zog in mein neues Zimmer ein, während sich Chloé und Mai das andere teilten. Während ich in Unit 63 wohnte, zog Dano in Unit 57. Er teilte sich sein Zimmer mit Gustavo, einem Brasilianer und ein französisches Mädchen - Amandine - lebte im anderen Zimmer. Wie es der Zufall so will, waren Chloé und Amandine beste Freundinnen. Zumindest eine Zeit lang.

Unit 63, my home for the next couple of months. Hier zu sehen das Wohnzimmer/Esszimmer. Zu meiner rechten ist die Küche und links mein Zimmer mit Badezimmer und links vor dem Fernseher das andere Schlafzimmer mit Badezimmer. Luxuriöserweise, hatten wir sogar einen Balkon mit Sicht auf den Pool :-)

Spring Hill. Im Nachhinein gesehen, war es eine sehr gute Entscheidung, in Spring Hill einzuziehen. Dano und ich waren restlos happy damit und Lena liebäugelte ebenfalls damit, bei uns einzuziehen. Vorerst noch pflegte sie bei mir im Zimmer auf den Sofakissen zu schlafen, wenn es Abends mal später wurde. Die langen Nächte in Down Under wurden abgelöst von längeren Nächten in Spring Hill. Man kann hier ein sehr glückliches Leben führen, ohne die Anlage überhaupt zu verlassen *gg*. Naja, nicht ganz wahr, ab und zu muss man zu Woolworths, Supermarkt. However, mit Dano zum Teil auch mit Lena, Colin oder Mai verbrachten wir unseren Abende in Alemaõs Butheko. Kurze Erklärung, er teilt sich sein Apartment (Unit 6) mit zwei Brasilianern (Bruno & Alex) und einem Franzosen (auch bekannt als 'the French guy') und er hat aus seinem Apartment eine Buteco gemacht, das steht für eine typische brasilianische Beiz :-). Bis auf den Manager waren alle sehr happy damit...

Alemaõ, Me, Gustavo und Dano
... *hust* ...

Wie der Name schon vermuten lässt, war Butheko nr. 6 normalerweise gefüllt mit Brasilianern von Spring Hill (davon gibt es erstaunlich viele...) und natürlich mit deren Sprache, Portugiesisch. Während die Brasilianer versuchen Deutsch zu lernen (bis auf Gustavo relativ erfolglos, leider) versuchen die Europäer Portugiesisch zu lernen. Die Erfolgsrate bei den Europäern ist bedeutend höher :-) (Eu aprendi português só para poder falar com você - mein erster Satz in Portugiesisch) Mehr sollte noch folgen.

Es ist weit und breit bekannt, dass Brasilien DAS Land des Fussballs ist und ich muss dem zustimmen. Ich habe mich einmal dazu überreden lassen, ein Spiel zwischen Saõ Paulo und Corinthias um 5 Uhr Morgens zu gucken. Während bei den Jungs die Emotionen am brodeln waren, haben die weiblichen Anwesenden nur die Augen verdreht und sich gewundert, wie man sich über ein Spiel nur so aufregen kann. However, wenn man das richtige Fussball T-Shirt an hat kann man interessante Dinge damit bewirken:

Me & Gustavo (ich in SPFC T-Shirt, Gustavo's Team, das ist eine Wissenschaften für sich, brasilianischer Fussball. Ai ai ai.)

(von links nach rechts: Marcio, Mai, Me, Roberta, 2x unbekannt, Alemaõ, unbekannt, Dano. Vorne: Bruno, Gustavo, Alex)

Wie man sehen kann, springt die brasilianische Begeisterung für Fussball sogar auf die Europäer über. *grins* Allerdings würde ich nicht nochmal um 5 Uhr Morgens anfangen ein Fussballspiel zu gucken. Irgendwie ist das zu einschläfernd, auch wenn die Jungs genug Krach machen, um eine ganze Armee zu verscheuchen :-)

Neben Butheko stand auch noch anderes auf dem Programm, zum Beispiels Dano's Freunde von Noosa. Wobei, einer ist sein Freund, die anderen sind Freunde von Freunden. *grins* Die 4 Jungs waren ein Wochende da und haben Spring Hill ein wenig auf den Kopf gestellt. Vor allem Kenta, der sich den legendären Goon (4 Liter Wein für 10$) anscheinend nicht gewöhnt ist *hust*. Wie auch immer, die 4 Noosianer haben ihre Zeit in Brisbane genossen. Am Samstag Abend sind wir mit denen, einigen Brasilianern und Chloé (deren letztes Wochenende es war) ins Fridays (ein very fancy Club an der Riverside). Abgesehen von Daniel hatte niemand Probleme. Er hat mit Dano Schuhe getauscht, da Dano bereits einen Stempel hatte und Daniel FlipFlops an hatte, was natürlich gar nicht geht. Sie haben also getauscht, Daniel hat seinen Stempel gekriegt und im Club haben sie wieder zurück getauscht. Sobald Daniel die Tanzfläche verlassen hat, haben ihn die Securitas rausgekickt *grins*. Er ist aber kurz darauf wieder aufgetaucht, in anderen Schuhen, die er weissGottwo aufgetrieben hat :-) Die Australier machen wirklich ein Riesendrama aus Kleidung, wenn es ums Ausgehen geht. Wenn man hier im Ausgangsviertel in einen anständigen Club rein will, dann muss man als Mann Lederschuhe, (langärmliges) Hemd und allgemein gepflegt sein. Was für ein Drama.

Diner, Fischstäbli mit Spinat *grins* Jeder hat sich riesig gefreut. Neben den bereits bekannten sind noch Daniel, Kenta, Damien und Jones auf dem Foto :-) Die Noosianer.

In Dano's Apartment, nach dem Essen :-) Colin, Chloé, Lena, Me, Gustavo (tststs... again :-)) und Damian. Ein Foto für Chloé mit Chloé. Sie mag Colin *hust*... (Sorry.. :-))

Daniel und Jones *miau* und Chloé.




Der Rest von Australien kommt ein anderes Mal, ich bin jetzt müde. :-)